Vortrag "Ambivalenzen politischer Repräsentation" am 08.11.2018 in Berlin

Geschrieben von R. Kollmorgen.

Vortrag und Podium im Rahmen der Konferenz "Formate des Politischen" (08.-09.11.2018, Berlin)

Zum vierten Mal laden der Deutschlandfunk, die Bundeszentrale für politische Bildung und die Bundespressekonferenz zur Konferenz "Formate des Politischen" ein. Im Saal der Bundespressekonferenz, einem der Zentren des politischen Diskurses in der Bundeshauptstadt, schafft die Konferenz einen Freiraum, um über das Verhältnis von Politik, Medien und breiter Öffentlichkeit nachzudenken. Akteure aus der Praxis, Wissenschaftler und interessierte Bürger diskutieren darüber, wie soziale Dynamiken, Digitalisierung und Globalisierung das Verständnis von Politik und politische Kommunikation verändern.

Leitthema der #formate2018: Glaubwürdigkeit und Legitimation

 

Donnerstag, 8. November 2018

13:30 Uhr

Repräsentation in der Demokratie und ihre Grenzen

Zur Legitimation von Parlamenten, Institutionen und Zivilgesellschaft

Die Konstruktion demokratisch legitimierter Institutionen folgt dem Gedanken, dass sie die Gesellschaft in ihrer Verschiedenheit und Vielfalt repräsentieren. Repräsentation kann durch Wahlen, die formale Einbeziehung von Interessenvertretungen, Quotenregelungen, Proporzvereinbarungen und andere Verfahren hergestellt werden. Sobald sich Anliegen und Perspektiven nicht oder nicht ausreichend in der wahrgenommenen Öffentlichkeit abbilden, können Entfremdungsprozesse gegenüber dem Gemeinwesen ausgelöst werden. Das Prinzip der Repräsentation als zentrales Gestaltungselement rückt in der Diskussion über moderne Demokratien stärker in den Fokus, um Ausgrenzung einerseits und hegemoniale Strukturen andererseits kritisch zu diskutieren. Institutionen müssen sich öffnen und durchlässiger werden, um zukunftsfähig zu sein. Doch wo liegen die Grenzen von Repräsentation?

Impuls

Raj Kollmorgen, Hochschule Zittau/Görlitz

14:00 Uhr

Panel

Markus Decker, Journalist, Berlin

Daniel Gyamerah, Projektleiter von ?Vielfalt entscheidet ? Diversity in Leadership

Chris Hann, Max Planck Institut für ethnologische Forschung

Hedwig Richter, Hamburger Institut für Sozialforschung

Franz Mayer, Uni Bielefeld

Moderation: Ferdos Foroudastan, Süddeutsche Zeitung

 

Näheres unter: https://www.deutschlandfunk.de/programm-2018.3507.de.html?dram:article_id=427915