Leistungsanforderungen

Die folgenden Beschreibungen gelten für auslaufende Magister-Studiengänge, (entsprechend angepasst) für die universitären BA- und MA-Studiengänge an den Universitäten Magdeburg und Jena sowie der HS Zittau/Görlitz.

 

Generell gilt: Alle schriftlichen Leistungen müssen folgende Angaben enthalten:

Vorname und Name
Fachsemester im HF oder NF Soziologie
Matrikel-Nr.
Telefonnummer und E-Mail-Adresse

 

1. Kurzprotokolle

Kuzrprotokolle zielen auf die Entwicklung der Fähigkeit, Diskussionen inhaltlich verfolgen, knapp zusammenfassen und kritisieren zu können. Sie sollen (unter genauer Zeit-, Orts- und Sitzungsangabe) (a) Thema und (b) Ablauf einer Sitzung gestrafft wiedergeben sowie (c) eine inhaltliche Quintessenz (ggf. unter Kritik von Positionen) formulieren.

Umfang: 1-2 Seiten.

 

2. Kurzpaper

Kurzpaper zielen auf die Entwicklung der Fähigkeiten begreifenden Denkens und eigenständigen Reproduzierens. Sie sollen (wie in jedem Seminar konkretisierend festgelegt:) 1-3 Bücher / Aufsätze / Sachprobleme (a) rekapitulieren bzw. inhaltlich prägnant abhandeln und dies (b) in eigenen Worten (nur ausnahmsweise mehrzeilige Zitate).

Umfang:

Grundstudium: 2-3 Seiten (600-1.000 Wörter);

Hauptstudium: 3-4 Seiten (900 bis max. 1.500 Wörter).

 

3. Referat

In Referaten soll begreifendes Denken, Reproduktionsfähigkeit, mündlicher Vortrag und Diskussionsfähigkeit geübt werden. Referate sollen in max. 30 min. (ggf. wenn so vereinbart: in max. 20 min) den verabredeten Gegenstand (a) in seiner Problemhaftigkeit umreißen (Problemexplikation), (b) Gedankenentwicklungen, Sachprobleme oder historische Verläufe anschaulich darstellen, (c) entsprechende Problemstellungen zusammenfassen und in starke Thesen kleiden (als Zustimmung zu Positionen in der Literatur, eigene Thesen oder Gegenthesen) sowie (d) seminarthemengerecht: pointierte Fragen an die Kommilitonen zur Anregung der Diskussion formulieren (ggf. auch eigene Fragen an den Stoff).

Wichtig sind darüber hinaus weitgehend freie Rede, kein bloßes Ablesen der Ausarbeitungen, sowie der Einsatz illustrierender, erhellender Hilfsmittel (Hand-outs, Präsentationen, Folien ggf. Filme, Karten usw.). 

 

4. Koreferat

In spontanen Koreferaten wird Verabreitungs-, Reaktions- und Diskussionsvermögen geschult. Koreferate sollen max. 5 min. dauern und das Hauptreferat kommentieren, kritisieren und ergänzen.

 

5. Hausarbeit

(a) Grundstudium:

In Hausarbeiten soll die Fähigkeit verstehenden Lesens, reproduzierender und dabei selektiver Stoffverarbeitung, kreativen Denkens und seine „Verschriftlichung, d.h. Textproduktion, kurz: eigenständige textsprachliche Bearbeitung soziologischer Probleme entwickelt bzw. eingeübt werden.Gegenstand: nach Vereinbarung (reicht von einzelnene WissenschaftlerInnne, theoretischen Ansätzen und Büchern bis zu eingegrenzten Sachproblemen).

Umfang (des effektiven Textes!): 10-15 Seiten (1,5-zeilig, jeweils 2,5 cm Rand, 12er Schrift)

Literatur: in der Regel min. 5 Titel (darunter max. 2 Aufsätze bzw. Artikel). Internetliteratur ist nur additiv zu verwenden und wie normale Literatur nachzuweisen (Verfasser, Titel, Ort und Datum des Erscheinens)Gliederung: Deckblatt (1. pers. Angaben: Vorname und Name, Fachsemester im HF oder NF Soziologie, Matrikel-Nr., Telefonnummer und/oder email-adresse; 2. Thema),Einleitung (Thema, Problemexplikation, Thesen, Art der Bearbeitung), Problembehandlung in 2-4 Unterabschnitten (Darstellung des Problems in eigenen Worten, fremde bzw. eigene Thesen zu „Lösung, empirische oder theoretische Materialdarbietung bzw. Darstellung, nachvollziehbare Lösungen bzw. Antworten auf die Fragen bzw. Kritik von Positionen in der Debatte), Zusammenfassung (der fremden und eigenen Positionen/Kritik, ggf. Ausblick), Literatur (Auflistung gemäß Normen einschlägiger deutscher Fachzeitschriften: ZfS, KZfSS, BJS etc.)

(b) Hauptstudium:

Es bestehen gegenüber den Anforderungen im GS drei Änderungen: (a) Inhalt: profilierte Argumentation und Kritik und soweit möglich Theorie-Empirie-Verbindungen; (b) Umfang: 15-20 Seiten; (c) min 10 Literaturtitel (davon max. 6 Aufsätze).

 

6. Klausuren

(a) Seminarabschluß: In Klausuren (Dauer von 2 bis 4 h) soll die Fähigkeit konzentrierter und hilfsmittelfreier Problemlösung auf Basis der Rekapitulation seminaristischer Stoffbehandlung und des Selbststudiums geübt und entwickelt werden. In der Regel werden Multiple-choice-Fragen mit freien Fragen kombiniert.

(b) Teil der Zwischenprüfung: Hier muß in 4 h muß eine von 3 Fragen schriftlich beantwortet werden. Das Grundthema, zum den die 3 Fragen formuliert werden, wird vorher besprochen (auch die vorbereitende Literatur: min. 3 Titel, davon 2 Bücher).

 

7. Zwischenprüfung

Zwischenprüfungen dienen der Kontrolle und Bewertung der bisherigen Stoffaneignungen und Kompetenzentwicklungen im Studium, wobei hier die Fähigkeiten der prägnanten mündlichen Problembearbeitung im Kurzvortrag und der gehaltvollen Reaktion auf gestellte (Nach-)Fragen im Zentrum stehen. Evaluiert wird vor allem die Fähigkeit der Studierenden, mit den angeeigneten theoretischen und methodischen Instrumentarien soziologische Probleme (empirische Tatbestände) angemessen bearbeiten zu können (Erschließen, Problematisieren, Theoretisieren, Kritisieren, „Lösen , Fokussieren).

Inhalt: 1 Hauptthema (dazu Kurzvortrag á max. 10 min.), 1 Nebenthema, Rest frei.

Dauer: 30 min.

Vorbereitung: Absprache von Haupt- und Nebenthema, Erarbeitung und Aneignung von min. 3 Literaturtiteln (davon min. 2 Bücher) für das Hauptthema.

 

8. Modulprüfungen European Studies (MAP Pflichtmodul 2 Sowi)

Im Prinzip wie 7. mit folgenden Unterschieden: (a) Es werden vorab 2 PrüferInnen benannt (einer im PM MUSS ich sein) und mit diesen 1 ODER 2 Hauptthemen im Anschluss an das Pflichtmodul und die Veranstaltungsthemen vereinbart. Darüber hinaus sind Termin, Themenstichwörter/Fragestellungen und Literatur zu verabreden. (b) Aufgrund der Ausrichtung des BA-Studiengangs wird hier stärker auf Empirie-Theorie- bzw. Wissenschaft-Praxis-Verbindungen Wert gelegt und generell der Europäisierungsaspekt (Vergleiche nationaler/regionaler Entwicklungen, EU-Integration usw.) thematisiert. (c) Bis spätestens 1 Woche vor Prüfungstermin sind an beide PrüferInnen umzusenden via Email: Name, Termin, Thema, Stichwörter zum Inhalt, Literaturliste. (d) Die Literatur umfasst - neben der Pflichtliteratur der grundlegenden  Vorlesung zum PM (ad sozialer Wandel, Sozialstrukturen, soziale Probleme) - mindestens 3 weitere Titel, von denen min. 2  Bücher sind. (e) Ablauf (Gesamtdauer: 30 min.): 5-10 min. einführender Vortrag, dann Nachfragen und Diskussion. Thesenpapier ist nicht erforderlich, kann aber nach Rücksprache angefertigt werden.

Bewertung: Neben der Prüfungsleistung selbst werden auch die erbrachten Leistungen im Modul zur Bewertung herangezogen.

MAP Wahlpflichtmodul: Analoges Verfahren, wobei das Themenspektrum der besuchten LV den Hintergrund darstellen und insgesamt 5 Literaturtitel (min. 3 Bücher) als Grundlage anzugeben sind.  

 

9. Fachabschlußprüfung (Magisterprüfung)

Im Prinzip wie die Zwischenprüfung (7.) mit folgenden Eigenheiten:

Inhalt: 1 Hauptthema (dazu Kurzvortrag max. 20 min.), 2 Nebenthemen, Rest frei.

Dauer: 60 min.Vorbereitung: Absprache von Haupt- und 2 Nebenthemen, Erarbeitung und Aneignung von min. 10 Literaturtiteln (davon min. 6 Bücher).